Die kleine Kolumne


Auf den Spuren von Kommissar Thiel und Professor Boerne – Die Tatort Münster Fanseite Kai Post

 

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Der Tatort aus Münster ist in aller Munde: Die Einschaltquoten der TV-Reihe um die beiden Ermittler Frank Thiel (gespielt von Axel Prahl) und Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) erzielen Traumquoten im deutschen Fernsehen. Mit 13,63 Millionen Zuschauern erzielt die Folge »Schwanensee« im November 2015 die höchste Tatort-Zuschauerzahl seit 1992, »Feierstunde“« im September 2016 mit 38,1 Prozent den höchsten Marktanteil.

Thiel hat sich aus Hamburg nach Münster versetzen lassen, um bei seinem Vater Herbert (Claus Dieter Clausnitzer), den er liebevoll »Vaddern« nennt, nach dem Rechten zu schauen. Der Hauptkommissar ist kein Mann der großen Worte, er ist kein Fan von Nebensätzen. Er fährt mit dem Fahrrad zum Dienst, Martinshorn und Blaulicht überlässt er gern seiner Assistentin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter). Sein Pech ist, dass er eine Wohnung gefunden hat, die ausgerechnet seinem Rechtsmediziner Professor Boerne gehört, mit dem er Tür an Tür wohnt. Deshalb kann er sich dem eigenwilligen Charme des kauzigen und eloquenten Wissenschaftlers nur schwer entziehen.

Herbert Thiel ist Alt-68er, Taxifahrer in Münster und biegt sich die Gesetze gerne ein bisschen zurecht. So raucht er gerne mal ein Kraut, das er selbst anbaut. Manchmal ist er sogar unfreiwillig in die Fälle verwickelt. Silke Haller (ChrisTine Urspruch), genannt »Alberich«, ist die Assistentin und rechte Hand des Professors in der Rechtsmedizin und erträgt die permanenten Sticheleien ihres Chefs bezüglich ihrer Kleinwüchsigkeit mit großer Gelassenheit. Frau Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) kennt sich aus in der Stadt (Münster). Sie ist oft mit Täter, Opfer oder Verdächtigen bekannt. Sie raucht Kette, Nichtraucherverbote interessieren sie (meistens) herzlich wenig. Diese sechs Hauptdarsteller bilden das Gerüst des Münster-Tatortes und hauchen ihm in ihrer ganz speziellen Art Leben ein. Sie sind dort nicht mehr wegzudenken und machen diese Krimifolgen so liebenswert.
Gleich im ersten Fall »Der dunkle Fleck« aus dem Jahr 2002 schlägt Frank Thiel seinem Vermieter Professor Boerne unabsichtlich einen Schneidezahn aus. Die Musik in der Folge »Sag nichts« stammt aus der Feder von Jan Josef Liefers. »Mörderspiele« wiederum ist an einen Justizskandal aus den 1950er Jahren in Münster angelehnt. Rechtsmediziner Boerne verteidigt sich in »Der doppelte Lott« in eigener Sache gegen den Vorwurf, unter Einfluss von Kräuterschnaps einen Autounfall verursacht zu haben. »Das ewig Böse« heißt die Folge, in der Boerne bei einer Benefizveranstaltung, zusammen mit seiner Assistentin »Alberich«, als Hypnotiseur und Magier auftritt. In der Burschenschaft »Pomerania Guestphalia«, einer der ältesten Studentenverbindungen Münsters, wird in der Folge »Satisfaktion« ermittelt.

»Wolfsstunde« erhält den Publikumspreis beim Deutschen Fernsehkrimipreis 2009. Neben den Drehorten Münster und Köln macht sich das Filmteam für »Höllenfahrt« auf die Reise durch das schöne Münsterland. Eine angeblich Jahrtausende alte Mumie wird in »Fluch der Mumie« auf einem Dachboden entdeckt, und an Münsters Hafen missglückt bei den Dreharbeiten ein Stunt, als ein Fluchtauto über die Kante des Beckens schießt.

»Vaddern« wird in der Folge »Spargelzeit« beim Klauen des edlen Gemüses erwischt. Hauptkommissar Thiel ermittelt in »Zwischen den Ohren« zwischen Rocker- und Tennis-Szene. In »Das Wunder von Wolbeck« ist im Hintergrund ein Braunkohlekraftwerk zu sehen, das es im Münsterland gar nicht gibt. »Der Hammer« ist 2014 der 25. Fall aus Münster, der von Kommissar Thiel und Professor Boerne aufgelöst wird.

Ein Bundesverdienstkreuz wird an Silke Haller in »Ein Fuß kommt selten allein« verliehen. Und eine große Kino-Open-Air-Premiere wird anlässlich der 30. Folge »Feierstunde« im September 2016 vor dem Schloss in Münster veranstaltet. Der aktuelle Sonntagskrimi »Fangschuss«, in dem Professor Boerne die Jagdprüfung ablegen möchte, wird am 2. April 2017 ausgestrahlt.

Neben den witzigen Dialogen sowie Gastauftritten von Roland Kaiser oder Frank Zander beeindrucken die schönen Drehorte, zum Beispiel das Fürstbischöfliche Schloss, der St.-Paulus-Dom, das Historische Rathaus, die St.-Lamberti-Kirche, der Prinzipalmarkt, der Erbdrostenhof, der Botanische Garten, der Aasee oder der Hafen.

 

 

Seit dem 1. Januar 2016 gibt es eine Tatort-Münster-Fanseite im Netz, die umfangreiche Informationen über Sendetermine und Darsteller bietet, zahlreiche News liefert, die besten Sprüche sammelt, Bilder von den Dreharbeiten präsentiert, Gewinnspiele veranstaltet und Schauplätze der beliebten Tatort-Reihe zeigt. Die Homepage ist von Fans für Fans gemacht. Kai Post, der Gründer und Webmaster der Website, ist selber als Kleindarsteller und Komparse in bisher zehn Münster-Tatorten dabei gewesen, veranstaltet Führungen rund um die Krimi-Serie in der Domstadt und hält auch schon mal ein Referat über seine Lieblingsreihe.

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Autor: Kai Post
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Foto im Beitrag: Tatort Münster Dreharbeiten: Das Wunder von Wolbeck

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