Set: DEFA - Verbotsfilme Box 1 & 2

18 Verbotsfilme zum Vorteilspreis DVD

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Beschreibung

Die DVD-Boxen umfassen 18 DEFA-Verbotsfilme, die auch als »Kellerfilme« oder »Kaninchen-Filme« (nach dem ersten verbotenen Film DAS KANINCHEN BIN ICH) bekannt sind, neu digitalisiert und mit umfangreichem Bonusmaterial.


Inhalt: Das Kaninchen bin ich  / Denk bloß nicht, ich heule / Der Frühling braucht Zeit / Der verlorere Engel / Karla / Wenn Du groß bist, lieber Adam / Spur der Steine / Hände hoch oder ich schieße / Jahrgang 45 / Berlin um die Ecke / Das Beil von Wandsbek / Sonnensucher / Die Schönste / Sommerwege / Das Kleid / Die Russen kommen / Die Taube auf dem Dach / Jadup und Boel 


Das Kaninchen bin ich
Maria Morzek ist 19 Jahre alt und hat gerade ihr Abitur hinter sich. Eigentlich wollte sie Slawistik studieren, aber daraus wurde nichts. Ihr Bruder ist zu drei Jahren Zuchthaus wegen "Hetze" verurteilt. Wie und gegen wen er gehetzt hat, weiß sie nicht. Die Öffentlichkeit war vom Prozeß ausgeschlossen. Durch Zufall lernt sie Paul Deister kennen. Er ist jener Richter, der Marias Bruder verurteilt hat.


Denk bloß nicht, ich heule
Der Schüler Peter Naumann gilt als Rebell seiner Schule. Seine provokante Art und Sätze wie „Ich brauche die Republik nicht“ führen zur Relegation. Außer seiner Freundin Anne hält niemand zu ihm. Die zunehmende Isolation lässt ihn zu Anne aufs Land ziehen. Annes Vater, ein engstirniger LPG-Vorsitzender, ist strikt gegen die Beziehung. Peter hegt Rachegefühle gegen den Rektor, doch als seine Kumpel diesem auflauern, greift Peter ein – und bezieht selbst Prügel.


Der Frühling braucht Zeit
Ein parteiloser Ingenieur gerät in schwere Konflikte, als er sich gegen einzelne Maßnahmen der Betriebsleitung stellt. Eine kritische Auseinandersetzung mit Problemen der Planwirtschaft und der Allmacht der Staatspartei.


Der verlorene Engel
Ein Tag im Leben des Bildhauers und Grafikers Ernst Barlach. Erschüttert durch den Diebstahl seines Schwebenden Engels" aus dem Dom zu Güstrow durch die Nazis, versucht der verfemte und vereinsamte Künstler, sich über den Sinn seines Schaffens und sein Verhältnis zu seiner Zeit klar zu werden.


Karla
Karla Blum, Anfang Zwanzig, ist Lehrerin. Sie will den Schülern das Lernen beibringen und das Weiterdenken. Doch die 12.Klasse weiß längst wie man auf gewisse Fragen zu antworten hat. Karla ist entsetzt, bestürzt. Aber es dauert nicht lange, da fordert sie keinen Gedanken mehr heraus...


Wenn du groß bist, lieber Adam
Ein Schwan schenkt dem kleinen Adam aus Dresden eine Lampe, die die Lügen der Menschen entlarvt und die angestrahlten Lügner in die Lüfte schweben lässt. Während der Junge vom Spiel fasziniert ist, ist sein Vater skeptischer, da die Lampe die ganze DDR in den Schwebezustand versetzen könnte.


Spur der Steine
Auf einer Großbaustelle in der DDR, auf der ein ruppiger Zimmermann und seine Brigade ein anarchisches Dasein führen, gerät der gewohnte Gang der Dinge aus dem Lot, als eine attraktive Ingenieurin und ein neuer Parteisekretär mit neuen Ideen für frischen Wind sorgen... Wurde 3 Tage nach der Premiere aus den Kinos der DDR genommen.


Hände hoch oder ich schieße
Ein braver Kriminalist wartet in der Kleinstadt Wolkenheim vergebens auf einen großen Fall. Er träumt sich nach London, wo er für Scotland Yard in düstere Verbrecherkneipen abtauchen darf, und konsultiert einen Psychiater. Nur ein alter, ehrlich gewordener Ganove will ihm wirksam helfen und entführt mit einstigen Gaunerfreunden das Denkmal eines mittelalterlichen Fürsten vom Marktplatz. Nun kann der junge Kriminalist aktiv werden.


Jahrgang 45
Al und Li kommen nicht zurecht. Beide empfinden die Ehe als Zwang - neben anderen bedrückenden Zwängen. Vor allem Alfred ist es gegeben, eine spielerische Freiheit das Daseins auszukosten, die von seiner Umgebung nicht verstanden und als Flucht vor Verantwortung zurückgewiesen wird.


Berlin um die Ecke
Ein Stahlarbeiter eckt wegen seiner Vorliebe für seine Lederjacke und sein Motorrad mit seinem losen Mundwerk immer wieder bei Betriebsfunktionären an. Die Jugendbrigade, in der er arbeitet, wird schließlich auch auf Grund eigenen Verschuldens in innerbetriebliche Auseinandersetzungen verwickelt.


Das Beil von Wandsbek
Hamburg-Wandsbek 1934. Fleischermeister Albert Teetjen ist allseits beliebt, doch sein Laden läuft schlecht. Da bietet sich ihm eine Gelegenheit, sein Gehalt aufzubessern: Vor dem Besuch des Führers soll die Hansestadt von vier politischen Gefangenen »gesäubert« werden, nur fehlt der Scharfrichter für die Exekution. Teetjen übernimmt inkognito den Job – aber bald spricht es sich herum, auf welche Weise er an sein Geld gekommen ist.
Nach fünf Wochen Spielzeit mit 800.000 Besuchern wurde der Film auf Druck des Sowjets abgesetzt: Man fürchtete, dass der Zuschauer am Ende Mitleid mit dem Henker empfinden könnte. 1962 kam zum 75. Geburtstag von Arnold Zweig eine gekürzte Fassung zum Einsatz, aus der das tragische Schicksal des Ehepaars Teetjen nach der Aufdeckung der Henkerstat getilgt wurde. Die DVD enthält die Originalfassung von 1951 und gekürzte Fassung von 1962.


Sonnensucher
Wismut 1950. Im Uranbergbau kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen – Sinnsuchende, Aufbauwillige, Abenteurer, Gestrandete. Unter Ihnen die Berliner Mädchen Lutz und Emmi, die Prostitution und Arbeitslosigkeit hinter sich haben und vom Obersteiger Beier misstrauisch empfangen werden. Doch bald findet Beier gefallen an Lutz – aber er ist nicht der einzige, der um sie wirbt.
Der ungeschönt realistische Film verdeutlicht die Situation der Nachkriegsjahre in der DDR: Materielle Schwierigkeiten und die Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit prägen den Alltag, ebenso wie die Hoffnung auf Liebe und Zukunft. Da die Sowjetunion geheimhalten wollte, woher sie das Uran bezog, bewirkte sie
ein Aufführungsverbot. Erst 1971, anlässlich des 25. Jahrestags der Wismut, wurde Konrad Wolfs Werk erstmals gezeigt; ein Jahr später strahlte ihn das DDR-Fernsehen aus.


Die Schönste
Mitte der 50er Jahre in Westberlin. Thomas, der 13jährige Sprössling des reichen Geschäftsmannes Alexander Berndorf, ist mit dem Handwerkersohn Hannes befreundet. Eines Tages wollen die beiden es genau wissen: Ist Thomas’ Mutter nur dank ihrer teuren Halskette »die Schönste« oder braucht es dafür keine Diamanten? Als er das Schmuckstück versteckt, löst Thomas damit unbeabsichtigt eine gewaltige Krise im Hause Berndorf aus, die die Fassade von Reichtum und harmonischem Familienleben einzureißen droht.
Die Arbeiten an "Die Schönste" begannen in der Phase des politischen »Tauwetters« (1956), doch während der darauf folgenden kulturpolitischen »Eiszeit« bescheinigte das Zentralkomitee der SED dem fertig gestellten Film ideologische Indifferenz und verlangte diverse Änderungen. Doch auch die Einführung einer neuen Rahmenhandlung (mit Manfred Krug als Straßensänger) zur Verdeutlichung der kapitalistischen Doppelmoral rettete den Film nicht vor dem Verbot. Ab 1999 wurde er in zwei Versionen (Urfassung und Fassung mit neuer Rahmenhandlung) restauriert. Beide liegen auf dieser DVD vor.


Sommerwege
Im Spätsommer 1958 wird der Parteisekretär Ernst Wollni aus Berlin in das Dorf Schwarzwalde gesandt um dort den Aufbau einer LPG zu begleiten. In seiner früheren Heimat trifft er auf den Jugendfreund Fritz Grimmberger. Doch die Wiedersehensfreude wird rasch getrübt, weil Grimmberger sich der Kollektivierung widersetzt und Wollnis Arbeit untergraben will. Mit seinem Alleingang gefährdet er nicht nur die Freundschaft sondern auch seine Existenz.
Die DEFA und das Ministerium für Kultur der DDR waren von der künstlerischen Qualität des Films nicht überzeugt. Sie sahen Dramaturgie und Charaktere als nicht geeignet an, um das Publikum von den Vorzügen der Produktionsgenossenschaften zu überzeugen.


Das Kleid
Die beiden Tuchwebergesellen Hans und Kumpan verschaffen sich Zugang zu einer von hohen Mauern umgebenen Stadt, in der paradiesische Zustände herrschen. Mit Hilfe der hübschen Magd Kattrin gelangen die beiden sogar ins Schloss des despotischen Kaisers. Der verlangt von ihnen, dass sie ihm ein Kleid machen, bei dessen Anblick jeder in die Knie gehen muss. Sofort machen sich Hans und Kumpan an die Arbeit. Bald lassen sie dem Kaiser ausrichten, dass das Kleid nur von fähigen Leuten gesehen werden kann. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, und so steht der Kaiser nackt und am Ende blamiert vor seinem Volk.
Die Satire traf mit ihren Anspielungen auf herrschaftliche Machtanmaßungen kurz nach dem Mauerbau ins Schwarze: Er sei »objektiv parteifeindlich« und trage »konterrevolutionäre Zügen«. Aus dem kulturellen Gedächtnis der DDR verbannt, kam es erst 1991 zur rekonstruierten Aufführung, die bei der Kritik für Überraschung undBegeisterung sorgte.


Die Russen kommen
Frühjahr 1945 in einem kleinen Ostseebad. Hitlerjunge Günter glaubt noch immer an den Endsieg und ist bereit, bis zum heldenhaften Tod zu kämpfen. Durch seine Mitschuld kommt ein junger sowjetischer Fremdarbeiter in den letzten Kriegstagen ums Leben. Günter wird zum Helden ernannt und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Doch kurz danach ändern sich die Zeiten: Russische Soldaten ziehen in das Dorf ein, und der Krieg ist verloren. Fassungslos sucht Günter nach einem Sinn und verfällt, als er wegen Mordes von den Russen verhaftet wird, fast dem Wahnsinn.
Das Ministerium für Kultur der DDR warf dem Film u.a. »Psychologisierung des Faschismus« vor und behinderte mit dem Verbot die wichtige Nachkriegs-Diskussion um die Verführung der Jugend durch den Faschismus und die individuelle Schuldfrage. Carow verwendete das Material in Teilen für den Film Karriere (1971) weiter. Auf Basis einer geretteten Arbeitskopie konnte der ursprüngliche Film 2015 rekonstruiert werden.


Die Taube auf dem Dach
Auf einer Baustelle im Süden der DDR, wo Tausende von Wohnungen in moderner Plattenbauweise entstehen, lernt die junge und selbstbewusste Bauleiterin Linda Hinrichs zwei Männer näher kennen: Zum einen den Studenten Daniel, dessen Zukunftsträumerei und Unangepasstheit ihr gefallen. Zum anderen trifft sie auf den
Baubrigadier Hans Böwe, einen Zugvogel, der an vielen Stellen der DDR neue Häuser gebaut, dabei aber sein eigenes Zuhause verloren hat. Linda beginnt eine Beziehung zu beiden Männern, aber ihr kommen Zweifel, ob sie das Glück und die Geborgenheit finden wird, nach denen sie sich sehnt.
Die tatsächlichen Gründe für das Verbot dieses Films – der das Gleichberechtigungsthema durchaus im Sinne des sozialistischen Ideals behandelt – konnten bis heute nicht eindeutig rekonstruiert werden. Anders als üblich wurde der Film nicht dem Staatlichen Filmarchiv übergeben, weshalb er nur noch als Kopie einer schwarzweißen Arbeitsfassung überliefert ist.


Jadup und Boel
Jadup ist langjähriger Bürgermeister in der Altmark und sieht mit Freuden der 800-Jahr-Feier seiner kleinen Stadt Wickenhausen entgegen. Ausgerechnet während der Einweihung einer neuen Kaufhalle stürzt das nebenstehende, marode Gebäude ein und mit ihm brechen alte, unbewältigte Erinnerungen hervor. Denn in den Trümmern findet sich ein Buch, das Jadup einst mit Widmung dem Umsiedlermädchen Boel schenkte. Boel verschwand nach einer nicht aufgeklärten Vergewaltigung, da auch Jadup nicht vorbehaltlos für sie Partei ergriff. Lange hatte Jadup dieses Jugenderlebnis verdrängt, an das er sich nun erinnert.
Fast ein Jahrzehnt lang wurde in der DDR über diesen Film diskutiert, der sich auf künstlerisch-reflexive Weise mit den Missständen des Sozialismus auseinandersetzt. Aus Sorge vor der kritischen Öffentlichkeit entschieden sich die Behörden 1988, ihn trotz Bedenken für die Kinoauswertung zuzulassen.

Regie Hans Lucke, Egon Günther, Falk Harnack, Frank Beyer, Heiner Carow, Herrmann Zschoche, Iris Gusner, Jürgen Böttcher, Konrad Petzold, Konrad Wolf, Kurt Maetzig, Rainer Simon, Ralf Kirsten, Walter Beck, Günter Stahnke, Hans-Joachim Kasprzik, Gerhard Klein, Ernesto Remani, Frank Vogel
Darsteller Alfred Müller, Angelika Waller, Dieter Mann, Eberhard Mellies, Erika Pelikowsky, Fred Düren, Günther Simon, Herbert Köfer, Jutta Hoffmann, Krystyna Stypulkowska, Manfred Krug, Monika Gabriel, Monika Hildebrand, Rolf Herricht, Rolf Römer, Peter Reusse, Jürgen Hentsch, Hans-Joachim Preil, Gerry Wolff, Anne-Kathrein Kretzschmar, Stephan Jahnke
Spezifikationen
Artikelnummer 77164
Lieferzeit 2 - 3 Tage Lieferzeit
Bonus umfangreiches Bonusmaterial | Untertitel Englisch (zuschaltbar – nicht für alle Titel)
Veröffentlichung 29.01.2018
Produktionsjahr 1965 / 1966
Regionalcode 0
Farbmodus Farbe und Schwarz/Weiß
FSK Ab 12 Jahren
Laufzeit ca. 915 Min +ca. 890  Min.
Videostandard PAL
Produktionsland DDR
Sprache Deutsch
Untertitel Keine
Material DVD
Tonformat Dolby Digital 2.0
Bildformat 16:9 / 4:3
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